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Hallo,
ich muss das jetzt echt mal loswerden. Ständig muss ich ein riesen Großes "Reader-Gerücht" aus der Welt räumen: "Da tun einem doch schnell die Augen weh, wenn man da stundenlang auf dem Display liest!" Ich kann es schon fast nicht mehr hören.
Rena
Guten Morgen Rena!
Hier würde ein Jurist und ein Augenarzt antworten:
Es kommt drauf an.
Bildschirme jeglicher Art bewirken beim konzentriertem Reinschaun eine deutlich niedrigere Wimpernschlagfrequenz. Dies hat zur Folge, dass das Auge nicht mehr so stark oder auch unzureichend mit Tränenflüssigkeit versorgt wird. Das kann (muß aber nicht) zu einer latenten Reizung führen.
Bei einem Buch ist das nicht der Fall.
Mein Ratschlag:
Bei jedem Umblättern kurz blinzeln.
Grüße
Heimer
Hi Rena,
mir fällt auch immer wieder auf, dass viele wirklich wenig über Reader und die angewandte Technik wissen. Dann muss man erst einmal erklären und der folgende Kommentar lautet (fast) immer "Oh, so viel auf dem Bildschirm lesen?...das stell ich mir anstrengend vor."
Ich glaube diese Aussagen kennen wir alle
Also nicht verzweifeln Rena, wir kämpfen mit dir...^^
@heimer: Warum sollte der Effekt bei konzentriertem Lesen im Buch nicht auftreten? Es kommt darauf an ... wie Du schon bemerkt hast.
Ursache der trockenen Augen bei den meisten Bildschirmarbeiten ist natürlich der verminderte Wimpernschlag und damit die fehlende Tränenflüssigkeit auf dem Auge. Die Ursache für das verminderte Zwinkern ist aber die Konzentration auf die Fläche. Und hier wird's nun interessant.
Ist die Fläche größer (als z.B. eine Buchseite), nimmt die Konzentration zu: man hat unbewusst Angst, was zu übersehen. Bei kleiner Fläche (wie auch beim Reader) nimmt man immer die Umgebung wahr, hat also auch Umgebungsreize.
Hinterleuchtete Bildschirme sind in der Lichtleistung dunkler, als sie dem Sehsinn erscheinen. Auch wenn die Flimmerfrequenz hoch genug ist, um das Flackern nicht mehr wahrzunehmen (mindestens 60 Hertz), sieht das Auge trotzdem dunkle Zonen (die das Gehirn wegblendet). Damit muss sich das Auge stärker konzentrieren, als wenn es auf eine gleichmäßige Fläche blickt. Readerdisplays flackern nicht, das Auge muss also nicht mit Flimmererscheinungen klarkommen.
Dunkleres Umgebungslicht erfordert zusätzlich mehr Konzentration. Beim Buchlesen sorgt man meist für gutes/angenehmes Leselicht. Ich nehme an, dass die meisten Reader-Leser das ebenso halten. Ein herkömmlicher Bildschirm steht dagegen auf einem Tisch, lässt sich nicht mal eben in die Hand nehmen und verrücken, hat zudem eine ergonomisch ungünstige Position (zu hoch für einen optimalen Sehwinkel). Damit erfordert ein konventioneller, starr montierter Bildschirm mehr Konzentration für's Auge und oft auch in der Körperhaltung (Verspannungen im Nacken/Schulterbereich).
Tablets mindern schonmal den Effekt der Überkonzentration, da sie eine relativ kleine Fläche und einen bequem anpassbaren Sehwinkel haben. Man wackelt bewusst oder unbewusst mit dem Gerät und gibt damit dem Auge auch Zeit zu blinzeln. Reader mit eInk-Display haben den zusätzlichen Vorteil, dass sie bei gutem Leselicht eine ruhige und gleichmäßig ausgeleuchtete Fläche ohne Flimmern bieten.
Deshalb ist die notwendige Konzentration für das Auge hier am geringsten und das entspannte Lesen am besten möglich.
Ich kann auf meinem Reader ohne große Probleme mehrere Stunden lesen ohne das mir die Augen müde werden. Rena hat recht, da viele noch glauben das das Lesen mit einem Reader viel zu anstrengend ist.
also ich werde beim lesen eines gedruckten buches schneller müde... :smileygrin: je nach schriftart und -grösse und weil man dann ja noch das ganze gewicht irgendwie hochhalten muss (auf dem rücken im bett liegend, z.B.)
lesegenuss pur...
Guten Morgen,
auch ich habe keine Probleme. Ich denke man sollte sich auf jeden Fall für einen Reader entscheiden, wenn man ebooks lesen und alle anderen Vorteile nutzen will, da das Display wirklich angenehm ist. Bei tablets kann ich mir schon tränende Augen vorstellen.
LG